Interne Kommunikation gegen die Isolation im Home Office

Interne Kommunikation gegen die Isolation im Home Office

Eine leistungsfähig aufgestellte interne Kommunikation lässt räumlich verteilte Büros in der Wahrnehmung der Mitarbeiter zusammenrücken. Egal ob Kollegen im Home Office arbeiten, oder Teams auf verschiedene Standorte verteilt sind: Sie haben die notwendigen Kommunikationsmittel, um sich optimal abzustimmen. Das ist auch in Zeiten von pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen gefragt.

Dabei geht es nicht nur um Meetings oder gemeinsame Live-Informationsveranstaltungen. Der informelle Austausch auf dem Gang mit Kollegen und Führungskräften ist ebenso wertvoll. Aus dem beiläufigen Gespräch können sich entscheidende Denkanstöße ergeben. Die zentrale Herausforderung: Diese analogen Erfahrungen in die neue Arbeitswelt zu übertragen und den Austausch sogar noch zu intensivieren.

Coronavirus: Vor allem die informelle Kommunikation leidet

Produktivität und Home Office, lässt sich das vereinbaren? Die Studie Office 21 zur Zukunft der Arbeit aus dem Februar 2021 beantwortet diese Frage. Dabei ist eine Unterscheidung notwendig. Die Arbeit im Home Office fördert vor allem die konzentrierte Einzelarbeit und schafft Rückzugsräume für Videotelefonate mit teamfremden Ansprechpartnern. Das Arbeiten von zuhause unterstützt damit die effektive themenspezifische Kommunikation.

Doch im Home Office fehlt vor allem die beiläufige Kommunikation, die sich spontan aus der Situation heraus ergibt. Zufällige Begegnungen an der Kaffeemaschine oder ein paar Sätze auf dem gemeinsamen Weg zu einem Besprechungszimmer: Oft tragen sie zu kreativen Problemlösungen bei. Fehlt dieser Austausch, kann nicht nur die Arbeitsleistung leiden. Die Mitarbeiter fühlen sich auch isoliert und dementsprechend entsteht Frustration. Dabei besteht gerade in einer Krise ein besonders ausgeprägtes Kommunikationsbedürfnis.

4 Tipps für eine bessere Kommunikation im Home Office

In einer solchen Situation muss die interne Kommunikation reaktionsfähig sein. Bei verteilt arbeitenden Teams und einer hohen Zahl von Non-Desk Mitarbeitern galt diese Anforderung bereits vor der Krise. Mit diesen 4 Handlungsempfehlungen passen Sie die interne Kommunikation an:

  1. Raum für Vernetzung schaffen: Auch echte Treffen an der Kaffeemaschine sind nicht immer ganz ungeplant. Richten Sie einen freiwilligen Termin für das Team ein. Hier steht ausdrücklich der überfachliche Austausch im Fokus. Die Zufallskomponente hilft vor allem beim Onboarding neuer Mitarbeiter, die die Kommunikationsstrukturen im Team noch nicht kennen. Beispielsweise kann ein Zufallsgenerator einem neuen Mitarbeiter ein Kaffeedate mit einem Teammitglied verschaffen.
  2. Interaktive Kommunikationstools einsetzen: In Krisensituationen müssen Nachrichten von der Geschäftsleitung schnell alle Mitarbeiter erreichen. Denn eine gelungene Kommunikation informiert interne Stakeholder stets zuerst. Über Videobotschaften zeigen Entscheidungsträger Präsenz. Doch auch hier sollte die Kommunikation keine Einbahnstraße sein. Ein soziales Intranet ermöglicht Mitarbeitern mehr Interaktion. Hier können sie Feedback abgeben oder Umfragen beantworten.
  3. Führung durch Vertrauen: Moderne Führungsansätze beruhen mehr auf Vertrauen als auf Kontrolle. Ihren Mitarbeitern im Home Office sollten Sie daher einen Vertrauensvorschuss geben. Legen Sie Regeln für die mobile Erreichbarkeit fest, damit keine Missverständnisse entstehen.
  4. Die Kommunikation regelmäßig überprüfen: Mitarbeiterkommentare oder Umfrageergebnisse lassen Rückschlüsse auf offene Fragen in der Belegschaft zu. Die Punkte sollten in den Kommunikationsplan für die interne Kommunikation eingehen. Die Führungskräfte greifen sie dann in der folgenden Kommunikation auf.

Mit guter Kommunikation sicher durch die Krise

Die Erkenntnisse aus der Corona-Krise können dazu beitragen, eine effektive Home Office Kommunikation zu schaffen. Verteilte Teams oder Außendienstmitarbeiter müssen auch abseits des Krisenmodus optimal an den Informationsfluss angebunden sein. Das gilt für Nachrichten aus der Unternehmensführung genauso wie für den Austausch mit den Kollegen. Im nächsten Beitrag der Serie befassen wir uns damit, wie Sie dazu die vorhandenen Kanäle optimal in den Kommunikationsplan einbinden.

Menü schließen